Veröffentlicht am Do., 10. Dez. 2020 00:00 Uhr

Meine Jahre sind schnell vergangen

In der Adventszeit wandern meine Gedanken oft zurück in die Kindheit.

In der gegenwärtigen „ Corona-Zeit“ denke ich daran, wie es in früheren Jahren bei uns zu Hause war. Auch damals gab es viele Einschränkungen und Entbehrungen. Es war Krieg und der Wunschzettel, den der Weihnachtsmann bekam, war vielfach angefüllt mit ideellen Wünschen, die sich manchmal erfüllten. So waren meine Eltern und ich sehr glücklich einen Weihnachtsbaum, einige Kerzen und auch Kekse zu besitzen, beieinander sein zu können und-wie schön-keine Alarmsirenen zu hören. In mancher Weihnachtsnacht brauchten wir nicht, angekleidet und mit einem Köfferchen in der Hand in den Luftschutzkeller zu rennen. Das war schon ein Geschenk. Etwas ganz Schönes geschah aber doch in den Kriegsjahren. Zu meiner großen Freude bekam ich einen kleinen Bruder!

Viele Jahre später war es fast schon Brauch, dass unser Vater mit uns Kindern in öffentlichen Verkehrsmitteln (u.a. Straßenbahn) nach Schöneberg fuhr. Oben am Rathausturm standen Bläser, die mit Musik, mitunter auch im Schneetreiben, die Weihnachtszeit begrüßten, zuhause gab es dann endlich die Bescherung.

Wir konnten noch einer Bescherung anderer Art zusehen. Damals gab es wenige Verkehrsampeln, sondern weiß gekleidete Schupos standen auf einem Podest und regelten den Verkehr. Am 24.12. bedankten sich die Autofahrer, mit sehr vielen kleinen geschmückten Päckchen, die sich rund um diese „Arbeitsstelle“ türmten. Wir Kinder fanden dies sehr beeindruckend. 

Meine Jahre sind schnell vergangen aber ich erlebe dankbar immer noch voll Zuversicht und mit vielen besinnlichen Erinnerungen die  Advents- und Weihnachtszeit.

Ich wünsche den Lesern allen eine gesegnete Adventszeit. 

~ von Christa Fuchs

Kategorien Adventskalender