Veröffentlicht am Fr., 4. Dez. 2020 00:00 Uhr

Den ersten Adventskranz hat Johann Hinrich Wichern aufgestellt. Der Hamburger Erzieher und Theologe gründete mit Freunden im Jahr 1833 das Raue Haus. Eine Einrichtung, in der er mit seiner Mutter 12 Jungen zu sich aufnahm. Er begann eine Schule aufzubauen. Durch Lesen, Schreiben, Gottesdienst und Gebet, sollten diese Jungen spirituell und materiell eine Zukunft bekommen. Darauf aufbauend gründete er weitere familienähnliche Erziehungsgruppen. Letztlich reformierte er mit seinen Ideen die Hamburger Kinder- und Jugendfürsorge und kann als Gründer der modernen Diakonie angesehen werden. 1885 gründete er im Berliner Arbeiterviertel Moabit das Johannes Stift. Schon 1964 musste dies erweitert werden und verlagerte seinen Hauptsitz in den Spandauer Forst. Seither ist dort der Beruf des Diakon erlernbar.

Der erste Adventskranz war ein gewöhnliches Wagenrad. Noch ohne Tannengrün. Jeden Tag im Advent zündete Wichern zu den Gebetsstunden eine rote Kerze an. Die Adventsonntage wurden mit einer weißen großen Kerze versehen. So konnten seine „Jungs“ gut ein Gefühl dafür bekommen, wie lange sie noch auf den Heiligen Abend warten mussten. Erst 1850 schmückte man das Rauhe Haus mit Tannengrün und den Kranz vermutlich sogar erst 1860.

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